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Das ABC der Glasfaser-Polarität

Mark Mullins

Polarität definiert die Fließrichtung, wie z. B. die Richtung eines Magnetfelds oder eines elektrischen Stroms. In der Faseroptik definiert es die Richtung, in der sich das Lichtsignal durch eine optische Faser bewegt.

Damit Faser-Links ordnungsgemäß Daten über Lichtsignale senden, muss das Senden-Signal (Tx) an einem Ende des Kabels mit dem entsprechenden Empfänger (Rx) am anderen Ende übereinstimmen.

Das ABC der Glasfaser-PolaritätEs mag zwar offensichtlich erscheinen, doch ist die Polarität ein Bereich, der Techniker am meisten zu verwirren scheint. Gehen wir also ins Detail und fangen wir von vorn an.

Leicht verständlicher Duplex

In Duplex-Glasfaseranwendungen wie 10 Gig ist die Datenübertragung zweidirektional über zwei Glasfasern, wobei jede Glasfaser an einem Ende am Sender und mit dem anderen Ende am Empfänger angeschlossen ist. Die Rolle der Polarität ist sicherzustellen, dass diese Verbindung aufrecht erhalten wird.

Bei Betrachtung der Abbildung unten ist leicht zu sehen, dass Tx (B) immer mit Rx (A) verbunden sein muss, ungeachtet der Anzahl an Patchpanel-Adaptern oder Kabelsegmenten im Kanal. Wenn die Polarität nicht bewahrt wird, z. B. wenn ein Sender mit einem Sender verbunden wird (B mit B), fließen einfach keine Daten. Offensichtlich, oder?

Tx (B) muss immer mit Rx (A) verbunden werden, ungeachtet der Anzahl an Patchpanel-Adaptern oder Kabelsegmenten im Kanal
 
Das A-B Duplex-Patchkabel ist eine Direktverbindung, die die A-B-Polarität in einem Duplex-Kanal aufrecht erhält.

Um der Industrie bei der Auswahl und Installation der richtigen Komponenten zur Bewahrung der korrekten Polarität behilflich zu sein, empfiehlt der TIA-568-C-Standard das A-B-Polaritässzenario für Duplex-Patchkabel. Das A-B Duplex-Patchkabel ist eine Direktverbindung, die die A-B-Polarität in einem Duplex-Kanal aufrecht erhält. Es muss auch beachtet werden, dass jeder Glasfaserverbinder eine Passfeder hat. Damit wird verhindert, dass die Glasfaser gedreht wird, wenn die Steckverbinder zusammengesteckt werden, und die korrekte Tx- und Rx-Position wird bewahrt.

 

Kompliziertere Mehrfache

Während Duplex-Glasfaserpolarität unkompliziert erscheinen mag, wird alles etwas komplexer, wenn man mit Mehrfaser-MPO-Kabeln und -Steckverbindern arbeitet. Industriestandards geben drei verschiedene Polaritätsmethoden für MPOs an: Methode A, Methode B und Methode C. Und jede Methode verwendet verschiedene Typen von MPO-Kabeln.

Methode A verwendet ein direktes MPO-Trunk-Kabel Typ A mit Passfeder oben-Stecker an einem Ende und Passfeder unten-Stecker am anderen Ende, so dass die Faser in Position 1 (Tx) sich an Position 1 (Tx) am anderen Ende befindet.

Methode A: Gerade MPO-Trunkkabel Typ A mit Führungsstift oben-Stecker an einem Ende, Führungsstift unten-Stecker am anderen Ende.

A-A Duplex-Patchkabel, das die Faser in Position 1 zu Position 2 an der Geräteschnittstelle verschiebt.

Bei der Verwendung von Methode A für Duplex-Anwendungen wird die Transceiver-Receiver-Umschaltung von Position 1 (Tx) zu Position 2 (Rx) in einem Patchkabel an einem Ende benötigt. Dies erfolgt mit einem A-A-Patchkabel, das die Faser in Position 1 zu Position 2 an der Geräteschnittstelle verschiebt.

Methode B verwendet für beide Enden Passfeder oben-Stecker, um den Transceiver-Receiver-Flip zu erreichen, sodass die in Position 1 (Tx) befindliche Faser am gegenüberliegenden Ende an Position 12 (Rx) ankommt, die Faser in Position 2 (Rx) an der Position 11 (Tx) am gegenüberliegenden Ende ankommt und so weiter. Für Duplex-Anwendungen verwendet Methode B gerade A-B-Patchkabel an beiden Enden, da keine Transceiver-Receiver-Umkehrung erforderlich ist. Da an beiden Enden der gleiche Patchkabeltyp zum Einsatz kommt, sind alle Bedenken über die Art des zu verwendenden Patchkabeltyps aus der Welt geräumt.

Methode B verwendet gerade A-B-Patchkabel an beiden Enden, da keine Transceiver-Receiver-Umkehrung erforderlich ist.

Methode C verwendet einen Passfeder oben-Stecker an einem Ende und einen Passfeder unten-Stecker am anderen Ende wie Methode A, aber der Flip geschieht innerhalb des Kabels selbst, wo jedes Faserpaar umgekehrt wird, so dass die Faser in Position 1 (Tx) in Position 2 (Rx) am gegenüberliegenden Ende und die Faser in Position 2 (Rx) an Position 1 (Tx) ankommt. Während diese Methode für Duplex-Anwendungen gut geeignet ist, unterstützt sie die parallelen 8-Faser-40- und 100-Gig-Anwendungen nicht, wo Positionen 1, 2, 3 und 4 der MPO-Schnittstelle senden und Positionen 9, 10, 11 und 12 empfangen, und wird daher nicht empfohlen.

Methode C: Passfeder oben-Stecker an einem Ende, Passfeder unten-Stecker am anderen Ende. Umkehren innerhalb des Kabels.

Mit drei verschiedenen Polaritäts-Methoden und der Notwendigkeit, die jeweils korrekte Art von Patchkabel zu verwenden, können häufig Fehler bei der Bereitstellung auftreten. Glücklicherweise ermöglicht es MultiFiber™ Pro von Fluke Networks dem Benutzer, einzelne Patchkabel, permanente Links und Kanäle auf die korrekte Polarität zu testen.


 
 
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