101 Serie: 12-Faser-MPO-Polarität | Multifiber-MPO-Lösungen

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101 Serie: 12-Glasfaser-MPO-Polarität

Mark Mullins

Damit Faser-Links ordnungsgemäß Daten über Kabel leiten können, muss das Senden-Signal (Tx) an einem Ende des Kabels mit dem entsprechenden Empfänger (Rx) am anderen Ende übereinstimmen. Und die Rolle der Polarität, die die Richtung des Signals bestimmt, ist sicherzustellen, dass diese Übereinstimmung beibehalten wird. Faserpolarität ist ein Bereich, der zu viel Verwirrung in unserer Branche zu führen scheint – insbesondere wenn es um Mehrfaser-MPO-Lösungen geht, die in parallelen optischen Anwendungen eingesetzt werden.

Ein Blick auf MPO-Komponenten

MPO-Verbindungsstecker können zwischen 8  und 72 Fasern enthalten, wobei die 12-Faser-Arrays die am häufigsten in Enterprise-Rechenzentrumsanwendungen verwendeten sind (wie 40 und 100 Gig). Und jeder Steckverbinder ist entweder ein Stecker (mit Stiften) oder eine Buchse (ohne Stifte), damit die korrekte Ausrichtung von Faserendflächen beim Zusammenstecken gewährleistet wird.

MPO-Steckverbinder enthalten auch einen Führungsstift an der Oberseite und einen weißen Punkt an der Seite zur Markierung von Position 1. Die Ausrichtung des Führungsstifts ist von entscheidender Bedeutung in Bezug auf Polarität.

Es gibt auch drei verschiedene Typen von MPO-Kabeln: Typ A, Typ B und Typ C. Typ A verwendet ein direktes MPO-Trunk-Kabel mit Führungsstift oben-Stecker an einem Ende und Führungsstift unten-Stecker am anderen Ende, sodass die Faser in Position 1 an Position 1 am anderen Ende ankommt. Typ B verwendet für beide Enden Führungsstift oben-Stecker, sodass die in Position 1 befindliche Faser am gegenüberliegenden Ende an Position 12 ankommt, die Faser in Position 2 an der Position 11 am gegenüberliegenden Ende und so weiter. Typ C wechselt die Paare, sodass die in Position 1 befindliche Faser am gegenüberliegenden Ende an Position 2 ankommt, und die Faser in Position 2 an der Position 1.

Polarität Methode A

Für Methode A werden Kabel vom Typ A verwendet. Bei der Verwendung von Methode A für Duplex-Anwendungen wird die Transceiver-Receiver-Umschaltung von Position 1 (Tx) zu Position 2 (Rx) an einem Ende benötigt. Dies erfolgt mit einem A-A Duplex-Patchkabel an einem Ende, das die Faser in Position 1 zu Position 2 an der Geräteschnittstelle verschiebt. Am anderen Ende wird ein A-B-Patchkabel verwendet.

In 40/100-Gig-Anwendungen wird an einem Ende ein Typ A-MPO-Patchkabel zum Verbinden von Schalttafelanschlüssen mit ihren jeweiligen Transceiver-Anschlüssen verwendet, am anderen Ende wird ein Typ B-MPO-Patchkabel eingesetzt. Es kann jeweils nur ein Patchkabel vom Typ B im Channel vorhanden sein.

Polarität Methode B

Für Methode B werden Kabel vom Typ B verwendet. Für Duplex-Anwendungen werden bei Methode B A-B Duplex-Patchkabel an beiden Enden verwendet, da keine Transceiver-Receiver-Umkehrung erforderlich ist.

In 40/100-Gig-Anwendungen werden Typ B-MPO-Patchkabel an beiden Enden zum Verbinden der Schalttafelanschlüsse an ihre jeweiligen Ports verwendet. Da an beiden Enden und sowohl in Duplex- als auch in Parallel-Anwendungen der gleiche Patchkabeltyp zum Einsatz kommt, ist jede Sorge über die Art des zu verwendenden Patchkabeltyps aus der Welt geräumt. Daher wird Methode B am häufigsten empfohlen.

Polarität Methode C

Für Methode C werden Kabel vom Typ C verwendet. Bei Duplex-Anwendungen verwendet Methode C an beiden Enden A-B Duplex-Patchkabel. Während Methode C gut geeignet ist für Duplex-Anwendungen, gilt dies nicht so sehr für 40 und 100 Gig-Anwendungen, da dies an einem Ende ein komplexes MPO-Überkreuzungspatchkabel erfordern würde. Darüber hinaus sind Kabel und Patchkabel vom Typ C nicht leicht erhältlich.

Polarität einfach gemacht

Methode

Switch/Anwendung

Patchkabel

Kabel

Patchkabel

A

10 Gig Duplex

A-B

Typ A

A-A

A

40/100 Gig Parallel

Typ B

Typ A

Typ A

B

10 Gig Duplex

A-B

Typ B

A-B

B

40/100 Gig Parallel

Typ B

Typ B

Typ B

C

10 Gig Duplex

A-B

Typ C

A-B

C

40/100 Gig Parallel

Typ B

Typ C

Typ C

Es ist auch wichtig, sich der Art der Steckverbindung bewusst zu sein. Die MPO-Schnittstellen auf aktiven Geräten sind Stecker (mit Stiften), und um eine Beschädigung des Transceivers zu vermeiden, müssen die MPO-Patchkabel Buchsen aufweisen (ohne Stifte). Ungeachtet der von Ihnen gewählten Methode ermöglicht es Ihnen MultiFiber™ Pro von Fluke Networks, einzelne Patchkabel, permanente Links und Kanäle auf die korrekte Polarität zu testen.


 
 
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