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101 Serie: Machen Sie sich mit Ihren LWL-Anschlüssen vertraut

Mark Mullins

LWL-Anschlüsse enthalten Stecker mit einer hervorstehenden Aderendhülse, die die Faser hält, und einen zugehörigen Adapter zum Ausrichten und Vorbereiten der Faser, einen Verbindungspunkt zu gestalten. Die ersten, in den 1970er Jahren eingeführten Aderendhülsen bestanden aus Metall oder Hartkunststoff. In den Mitt-1980er Jahren wurden mit der Einführung der keramischen Aderendhülse die Ausrichtung verbessert und die Einfügedämpfung verringert.

In den letzten Jahrzehnten wurden verschiedene LWL-Anschlüsse in den Markt eingeführt mit dem Ziel niedrigerer Einfügedämpfung und Kosten, höherer Dichte und/oder einfacher Konfektionierung. In der Tat gibt es inzwischen laut der Fiber Optic Association in etwa 100 verschiedene Arten von LWL-Anschlüssen. Glücklicherweise besteht kein Bedarf für Sie, all diese Anschlusstypen im Detail kennen zu lernen, da nur wenige Typen die große Mehrheit der Anschlüsse ausmachen, denen Sie in den heutigen Kabelanlagen begegnen werden. Diese normenkonformen Anschlüsse werden von den EIA/TIA-604 FOCIS-Standards definiert.

Hier ist eine etwas genauere Betrachtung der Arten, denen Sie begegnen können und wie sie sich unterscheiden.

Allgemeine 2,5 mm-Anschlüsse

SC-, FC- und FT-LWL-Anschlüsse enthalten alle eine Aderendhülse-Größe von 2,5 mm und können daher mittels speziellen Hybrid-Adaptern untereinander vermischt werden. Der SC-Steckverbinder, von Nippon Telegraph und Telephone entwickelt, ist leicht erkennbar durch seine viereckige Form. Er rastet mit einer in eine federgespannte Aderendhülse ein. Der SC ist als Simplex- oder Duplex-Anschluss verfügbar und durch TIA-604-3 (FOCIS-3) definiert. Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen bezüglich Einfügedämpfung und schneller Einsatzbereitschaft war er der Steckverbinder der Wahl bis weit in die 1990er Jahre. Für Simplex- und Duplex-Anwendungen bleibt er wahrscheinlich noch immer der am zweithäufigsten anzufindende LWL-Steckverbinder.

Anders als der viereckige SC-Steckverbinder aus Kunststoff ist der FC ein runder Steckverbinder mit Gewinde und einem rostfreien Gehäuse um die keramische Aderendhülse. Gemäß TIA-604-4 (FOCIS-4) verwendet der FC einen Ausrichtungsschlüssel und wird mit einer Schraubbewegung befestigt. Das macht ihn sehr beliebt für Umgebungen mit hohen Vibrationen. Zwar war er einige Jahre lang der beliebteste Singlemode-Steckverbinder, aber er wurde aufgrund seiner höheren Kosten im Großen und Ganzen von anderen Steckertypen abgelöst.

Der ST-Steckertyp, beschrieben in TIA-604-2 (FOCIS-2), wurde von AT&T in den späten 1980er Jahren eingeführt. Es handelt sich hierbei um einen gefederten Steckverbinder, der dem FC sehr ähnlich sieht, jedoch eine Bajonett-Ausführung anstatt einer Gewindeschraube verwendet. Dieser Bajonett-Schnellverschluss machte die ST-Steckverbinder ursprünglich beliebt für Multimode-Netzwerke für Campus, Unternehmen und Militär. Aber da der Anschluss keinen Winkelkontakt (d. h. APC) unterstützt, wie er für die heutigen Telekom- und FTTX-Singlemode-Bereitstellungen bevorzugt wird (worüber Sie hier Weiteres lesen können), ist seine Verwendung im letzten Jahrzehnt bedeutend gesunken.

Small-Form-Factor

In den späten 1990er Jahren stieg die Nachfrage nach Steckverbindern mit kleinem Formfaktor, die Umgebungen mit hoher Belegungsdichte unterstützten. Der LC-Steckverbinder wurde ursprünglich von Lucent Technologies als Reaktion auf den Wunsch ihrer Telekom-Kunden nach einem kleineren Steckverbinder mit niedriger Dämpfung entwickelt. Bis heute hat er weitaus den größten Erfolg unter allen SFF-Steckern erzielt. Er hat sich erst langsam durchgesetzt, aufgrund der ursprünglich hohen Lizenzgebühren von Lucent, aber heute gilt er als der beliebteste Steckertyp. Der Grund dafür ist die Aderendhülsen-Größe von 1,25 mm (die Hälfte der SC-, ST- und FC-Steckverbinder), die niedrige Einfügedämpfung und die generelle Zuverlässigkeit. Einem RJ45-Kupfersteckverbinder ähnlich hat der LC eine Verriegelung, die ein Abziehen verhindern. Mit diesem Design und der kleineren Ausführung ist er ideal für Hochdichte-Netzwerke. Er lässt sich auch leicht konfektionieren und wird in Simplex- und Duplex-Ausführungen, in Singlemode (APC oder UPC) und Multimode geliefert. Der LC wird von TIA-604-10 (FOCIS-10) definiert.

Zwar gibt es auch noch andere 1,25-mm-Steckverbinder, wie der in Japan beliebte MU, aber der LC dominiert jetzt in Singlemode- und Multimode-Bereitstellungen, was zum Teil auf seine Verbreitung in aktiven Netzwerkgeräten zurückführbar ist (SFP-Transceiver von Cisco sind alle Typ LC). Der einzige andere SFF-Steckverbinder, der auch nur im Geringsten dem LC in Duplex-Multimode-Bereitstellungen Konkurrenz machen konnte, ist der MT-RJ. Der von AMP entwickelte MT-RJ (definiert von TIA-604-12 (FOCIS 12)) ist ein preisgünstiger Duplex-Multimode-Steckverbinder, der zwei Glasfasern in einer Kunststoff-Aderendhülse hält und Stifte für die Ausrichtung verwendet. Diese Ausführung bietet nicht die Passqualität, die man mit Keramik-Aderendhülsen erhält, daher ist ihre Einfügedämpfung höher als beim LC. Die Ausrichtungsstifte des MT-RJ erschweren auch die Reinigung. Daher fand dieser Stecker im Vergleich zum LC wenig Unterstützung bei aktiven Geräteherstellern.

Mehrfaser für Geschwindigkeit (und Dichte)

Der LWL-Anschluss, von dem man heute wohl am meisten hört, ist der MPO-Stecker, der Mehrfaseranwendungen mit höheren Geschwindigkeiten wie 8-Faser-40 und 100 Gig-Anwendungen unterstützt, die mit 10 oder 25 Gbit/s über 4 Glasfasern senden und mit 10 oder 25 Gbit/s über 4 Glasfasern empfängt. Zum Platz sparen und zur besseren Handhabung wird der MPO auch für Backbone-Duplex-Glasfaseranwendungen verwendet, wobei der MPO mittels Kassetten oder Fanout-Baugruppen auf Duplex-Steckertypen wie LC oder SC aufgeteilt wird.

Der MPO, manchmal auch mit dem Markennamen MPT bezeichnet, fällt unter TIA-604-5 (FOCIS 5). Er kann zwischen 8 und 72 Glasfasern enthalten, wobei 8- oder 12-Faser-Arrays in den heutigen Mehrfaseranwendungen am häufigsten vorkommen. Jeder MPO-Anschluss ist entweder ein Stecker (mit Stiften) oder eine Buchse (ohne Stifte), damit eine Ausrichtung der Faserendflächen beim Stecken gewährleistet wird. Aufgrund ihrer Mehrfaserausführung mit Stiften müssen MPO-Steckverbinder auch ordnungsgemäß positioniert werden, so dass die Übertragungsfasern mit der jeweils entsprechenden Empfangsfaser am anderen Ende übereinstimmt. Aus diesem Grund enthalten MPO-Steckverbinder auch einen Führungsstift an der Oberseite und einen weißen Punkt an der Seite zur Markierung von Glasfaser Position 1. Erfahren Sie Weiteres durch einen Besuch auf MPO Learn About.


 
 
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