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Channel, Permanent Link, Patch Cords, MPTL, E2E... Oh je!

Mark Mullins

Jetzt, da die MTPL-Konfiguration (Modular Plug Terminated Link) zum neuesten ANSI-TIA 568.2-D-Standard hinzugefügt wurde, und auch noch E2E-Konfigurationen in ISO/IEC-Standards Aufmerksamkeit erwecken (und wahrscheinlich auch bald in TIA), können die Auswahlmöglichkeiten überwältigend erscheinen, und Sie fragen sich vielleicht, was Sie testen sollen und wann. Werfen wir einen Blick darauf.

Kanaltest

Data_center_two_connector_permanent_link.gifIn einem Netzwerk ist der Kanal die Verbindung von einem aktiven Gerät zu einem anderen (z. B. Switch zum Server oder Switch zum Laptop), und das bezieht alle Patchkabel und Gerätekabel ein. Im Rechenzentrum würde der Kanal alle Kabel zwischen zwei Switches oder zwischen einem Switch und einem Server und alle für Kabelverzweiger verwendeten Patchkabel oder Verbindungen beinhalten. Im LAN würde das jedes Kabel zwischen dem Switch im Telekom-Raum und dem Endgerät beinhalten, einschließlich aller Patchkabel vom Switch zu einem Steckfeld sowie aller Gerätekabel vom Netzanschluss zum Endgerät.

Die Gesamtlänge des Kanals, einschließlich der Verkabelung und Kabel darf laut Industrie-Standardrichtlinien 100 Meter nicht überschreiten. Es gibt auch Empfehlungen über die Länge der Gerätekabel – Normen empfehlen 5 Meter lange Patchkabel. Kanaltests werden gewöhnlich zur Prüfung der Netzwerkleistung empfohlen, aber nur nach der Installierung und dem Testen des Permanent Links, und sie müssen die Patch- und Gerätekabel einbeziehen, die in der endgültigen Anlage verwendet werden.

Prüfung von Permanent Links

Der Permanent Link ist der feste Teil des Kanals. Anders ausgedrückt: der Teil eines Kanals, der nicht geändert wird. Das bedeutet, dass er weder Patchkabel noch Gerätekabel an den Enden mit einbezieht. Im Rechenzentrum reicht ein Permanent Link gewöhnlich von Steckfeld zu Steckfeld. Im LAN reicht er normalerweise vom Steckfeld im Telekom-Raum zum Arbeitsbereichsanschluss oder Konsolidierungspunkt. Die maximal zulässige Länge des permanenten Links ist 90 Meter.

Das Testen des Permanent Links wird gegenüber dem Testen des Kanals bevorzugt, da er als der wahre Grundstein des Netzwerks betrachtet wird. Dies erscheint auf den ersten Blick nicht intuitiv, da die korrekte Datenübertragung auf der Leistung des gesamten Kanals beruht. Aber die Branchenstandards geben mehr Spielraum im Kanal, da die Patchkabel das schwächste Glied darstellen. Das bedeutet aber, dass beim Kanaltesten mit Patchkabeln hoher Qualität der Kanal den Test bestehen kann, selbst wenn der Permanent Link nicht besteht. Und das ist ungut, denn das Letzte, was man sich wünschen kann, ist ein Problem mit dem festen Teil des Kanals. Und überhaupt, Patchkabel und Geräte werden viel gehandhabt und umgesetzt und können von verschiedenen (manchmal niedrigklassigeren) Lieferanten bezogen und als Gebrauchsartikel angesehen werden. Das Testen des Permanent Link ist die beste Methode zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit zum Zeitpunkt der Installation (und zum Nachweis der Qualität Ihrer Arbeit).

Die Permanent Link-Adapter im Lieferumfang der DSX CableAnalyzer Tester-Serie haben Kabel und Referenzstecker von höchster Qualität, damit sichergestellt wird, dass ein bestehender Link zuverlässig durch Zugabe von zertifizierten Patchkabeln in einen bestehenden Kanal konfiguriert werden kann.

Patchkabel-Test

Da Patchkabel gewöhnlich das schwächste Glied darstellen, kann es sinnvoll sein, sie probeweise zu testen, besonders, wenn sie von einem anderen Lieferanten stammen oder wenn das Testen des Kanals ein FAIL-Ergebnis ergibt, aber die Permanent Links bestanden haben. Mit den Patchkabel-Adaptern der DSX-Serie von Fluke Networks können Category 5e-, 6- und 6A Kupfer-Patchkabel gemäß TIA-568-C.2 und IEC 61935-2 getestet werden. Diese Adapter schließen die Messung der Leistung der Verbindung zwischen Stecker und Adapter an beiden Enden ein. Damit wird die Qualität des RJ45-Steckers geprüft, der nicht in den Kanaltest einbezogen ist.

MPTL-Test

Bei einem MTPL (Modular Plug Terminated Link) handelt es sich um ein horizontales Kabel, das an einem Ende in einen Stecker mündet, der direkt in ein Gerät eingesteckt wird. Der MTPL wird jetzt in TIA-Standards als Option zum Verbinden von Geräten anerkannt, wo es als unpraktisch oder unsicher erscheint, einen Netzanschluss und ein Gerätekabel anzubringen, sowie für Geräte, die gewöhnlich nicht umgesetzt werden (z. B. Sicherheitskameras, LED-Lampen). Er bedeutet auch, dass ein Vier-Anschluss-Kanal nicht länger erforderlich ist. Aber da ein MTPL direkt in ein Gerät gesteckt wird, sollte man sicher der Leistung des Steckers gewahr sein – ebenso, wie man die Patchkabel testen würde.

Zum Testen eines MTPL einschließlich der Qualität des vor Ort installierten Endsteckers sind ein Permanent Link Adapter am Hauptgerät und ein einzelner Patchkabel-Adapter am entfernten Ende erforderlich. Glücklicherweise bietet Fluke Networks jetzt einen einzelnen Patchkabel-Adapter zusammen mit dem DSX Permanent Link-Adapter für die MPTL-Zertifizierung an. Wählen Sie einfach MPTL für die TIA Test Limits auf Ihrem DSX.

 

E2E-Test

In industriellen Einrichtungen ist es nicht ungewöhnlich, Kabel zu sehen, die installiert wurden und dann mit runden M12-Steckverbindern mit Feststellschraube, die den M12-D (zwei Paare) und M12-X (vier Paare) aufnehmen kann, abgeschlossen werden. Oft handelt es sich bei diesen Kabeln um Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ohne Kabelverzweiger oder Verbindungen zwischen den beiden. Das bedeutet, dass sie lediglich lange Patchkabel sind. Da das Kanaltesten nicht die Leistung der Stecker an den Enden beinhaltet, kann man nicht wissen, ob die vor Ort installierten Steckverbinder bestehen und ob die Punkt-zu-Punkt-Verbindung daher funktioniert. Durchgehende Limits unterscheiden sich von Patchkabel-Limits, da sie Messungen von Länge und Einfügedämpfung einbeziehen. Sie wenden auch die 3-dB-Regel auf die Rückflussdämpfung an.  (Sie können Weiteres über die 3-dB-Regel unter https://www.youtube.com/watch?v=OYTKm0fYTGY. erfahren)

Versiv-Kit-Konfigurator

Wie werden Sie Versiv nutzen?

Versiv-Kit-Konfigurator

Um dieses Problem in industriellen Umgebungen anzusprechen, in denen Steckverbindungen vor Ort installiert werden, hat ISO/IEC einen Technical Report herausgegeben, in dem der Begriff „End-to-End (E2E) Test Limits“ definiert wird. Diese Definition wird als Zusatz zum Standard 11801-3 vorgeschlagen, der die Leistung von vor Ort installierten M12-Steckverbindern in Punkt-zu-Punkt-Konfigurationen bespricht. Da das Rauschen eine häufig auftretende Störung in industriellen Umgebungen ist, enthält das E2E-Testen die Modus-Konvertierungsparameter TCL und ELTCTL, die Störfestigkeit anzeigen, da Gleichtaktspannung Rauschen in ein Kabel einführt. Sollen E2E-Links gemäß ISO/IEC getestet werden, muss die MICE-Umgebung E1 für eine normale Büroumgebung, E2 für leichte oder E3 für schwere Industrie gewählt werden – damit wird die Stufe der erforderten Störfestigkeit festgelegt.

Das E2E-Testen kann mit den M12D oder M12X-Adaptern durchgeführt werden, die mit dem DSX CableAnalyzer erhältlich sind. Es ist nicht ungewöhnlich, diese industriellen Punkt-zu-Punkt-Links an einem Ende an einen M12-Steckverbinder und an einen RJ45-Stecker am anderen Ende feldkonfektioniert aufzufinden. In einem solchen Fall benötigt man einen M12-Adapter an einem Ende und einen Patchkabel-Adapter am anderen, da das zum Testen eines feldkonfektionierten RJ45-Steckers verwendet wird (so wie beim MTPL- und Patchkabeltesten). Es muss hervorgehoben werden, dass TIA bisher E2E-Links noch nicht in ihren industriellen Standard aufgenommen hat, aber es wird sicher nicht lange dauern, bis dies geschieht. Für weitere Informationen über Industriekabel klicken Sie HIER.


 
 
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