7 Gründe für die Zertifizierung

13. August 2019 / Allgemein

Bezüglich des Prüfens einer Kabelinstallation gibt es im Wesentlichen drei Auswahlmöglichkeiten: Verifizierung, Qualifizierung und Zertifizierung. Die Verifizierung eignet sich hervorragend für die Fehlersuche, da sie den korrekten Anschluss der Verkabelung prüft und hilft, Brüche, Steckverbindungen und Spleiße zu finden. Bei der Qualifizierung wird festgestellt, ob das zu testende Kabel eine bestimmte Anwendung unterstützen kann und kleine Bewegungen, Erweiterungen und Änderungen möglich sind oder eine bestehende Verkabelungsanlage eine Anwendung unterstützen kann (beispielsweise ein 2,5 / 5GBASE-T-Test für eine installierte Basis von Cat 6).

Aber nur die Zertifizierung zeigt, ob die Verkabelungsanlage alle Industriestandards erfüllt, da es sich um den einzigen Test handelt, der über vordefinierte Bereiche hinweg misst und die Ergebnisse mit TIA-, ISO- und IEEE-Spezifikationen vergleicht, um festzustellen, ob eine Verbindung mit einer bestimmten Kategorie oder Kabelklasse kompatibel ist und die Anwendung unterstützen kann. Die meisten Kabelhersteller benötigen die Zertifizierung, um eine Garantie auszustellen.

Abgesehen von der Herstellergarantie, gibt es für Eigentümer, Berater oder Installateure 7 weitere gute Gründe für die Zertifizierung.

1. Vermeidung schlechter Materialien und Verarbeitung

Die Zertifizierung bedeutet für den Kabellieferanten, dass er sich Komponenten und Verarbeitung, die nicht dem Standard entsprechen, gar nicht leisten kann. Diese Zulieferer werden nicht mitbieten, wenn eine Zertifizierung verlangt wird, eine einfache Möglichkeit also, diese Firmen gar nicht erst antreten zu lassen. Darüber hinaus zeigt die Zertifizierung Leistungsdetails der Verbindung, einschließlich Nebensprechen und Rückflussdämpfung, wodurch sich ein genaues Bild der fehlgeschlagenen Verbindung ergibt. Tester wie die DSX CableAnalyzer Serie können die genaue Ursache des Fehlers isolieren und feststellen, ob es sich um Steckverbindungen, Verarbeitung oder das Kabel selbst handelt. Dadurch kann der Auftragnehmer diese Probleme schnell beheben und das Projekt im Zeitplan halten.

2. Gestiegene Anforderungen

Neue Technologien erfordern normalerweise mehr Leistung von den Medien als diejenigen, die sie ersetzen. Beispielsweise lagen im Jahr 1995, bei 100 Mb/s, die Vorgaben für Faser-Einfügungsdämpfung bei 11 dB. Die Qualität des Steckverbinders war unwichtig, eine Reinigung war selten notwendig und auch seine Überprüfung war ein Extra. Mit dem Aufkommen von Gigabit Ethernet im Jahr 1998 fielen jedoch die Dämpfungsvorgaben erheblich ab, sodass die Verlustgrenzen heute bei weniger als 2 dB liegen. Mit diesen strengen Vorgaben für Einfügungsdämpfung muss die Zertifizierung sicherstellen, dass Ihre Verkabelungsanlage die Anwendung unterstützen kann, die sie unterstützen soll.

3. Gesunkenes Vertrauen in die Verbindung

Nur weil das kleine Licht am Anschluss leuchtet oder blinkt, und somit Aktivität anzeigt, bedeutet das nicht, dass das Netzwerk einwandfrei funktioniert. Vielleicht ist es langsam, vielleicht gibt es hohe Bit-Fehler oder vielleicht funktioniert es überhaupt nicht. Verbindungsdioden haben keine Aussage, aber eine Zertifizierung, schon.

4. Fremdfehler erkennen

Bei der Zertifizierung gibt es bereits ein klares Bild von der Leistung der installierten Kabelanlage, zutage treten die Beweise, um Fremdfehler zu erkennen. In jedem anderen Fall liegt die alleinige Verantwortung erneut bei Ihnen. Und wer hat dafür schon die Zeit?  Sie haben ein Netzwerk zu betreiben.

5. Zertifizierung ist preisgünstig

Es ist nicht sicher woher der Mythos stammt, Zertifizierung sei teuer, aber warum sollte etwas so Kritisches installiert werden wie die Grundlage für Kommunikation, Datenübertragung und Transaktionen, ohne dass ein kleiner Teil ausgeben wird, der sicherstellt, dass alles funktioniert? Die meisten Installateure, die Zertifizierungstester der Versiv®-Produktfamilie von Fluke Networks verwenden teilen mit, dass die Zertifizierung nur 5 % der gesamten Installationskosten beträgt. Richtig ist auch, dass die durchschnittlichen Kosten pro fremdverschuldeter Verbindungsreparatur einer gewerblichen Installation etwa 100 $ betragen.

6. Vermeidung des Schuldspiels

Wenn mehrere Interessenvertreter, wie Installateur, Netzwerkteam und Hersteller die Leistung beeinflussen können, ist es hilfreich einen Zertifizierungsbericht zu haben, der das zum Zeitpunkt der Installation bestehende Netzwerk anzeigt. Dieser Bericht vermeidet dann Schuldzuschreibungen, wenn Leistungsprobleme auftreten. Wenn in dem Bericht „Fluke Networks“ erscheint, haben Sie noch mehr Sicherheit. 30 Hersteller haben den DSX CableAnalyzer empfohlen, die meisten davon verwenden ihn für eigene Tests und werden kaum seine Ergebnisse in Frage stellen, vorausgesetzt er ist stets gut kalibriert.

7. Bereit sein für die Zukunft

Zu guter Letzt ist die Zertifizierung einer Verkabelungsanlage der beste Weg, um sicherzustellen, dass die Installation für kommende Anwendungen bereit ist. Mit detaillierten Leistungsspezifikationen und dem Nachweis, dass die Verkabelungsanlage mit einer bestimmten Kategorie oder Kabelklasse konform ist, besteht die Sicherheit, dass alle Anwendungen, die über diesen Kabelmedien laufen sollen, heute und morgen unterstützt werden.