Netzwerksteckerdämpfung, Rückflussdämpfung und Reflektanz – „Höhen und Tiefen“ | Fluke Networks

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Steckerdämpfung, Rückflussdämpfung und Reflexion – „Höhen und Tiefen“

Seymour Goldstein

Der Zustand und die Eigenschaften von Glasfasersteckern beeinflussen die Leistung einer installierten Glasfaserverbindung erheblich. Hohe Steckerdämpfung (z. B. Einfügungsdämpfung), niedrige Rückflussdämpfung oder hohe Reflexion beeinträchtigen die Ausführung einer Anwendung (z. B. 10GBASE-LRM) in einem Netzwerk. Eine hohe Rückflussdämpfung ist eine gute Sache und führt in der Regel zu niedriger Einfügungsdämpfung. Lassen Sie uns die Unterschiede zwischen diesen drei Begriffen untersuchen, weil sie verwirrend sein können.

Optischer Verlust (für Stecker), manchmal auch Dämpfung genannt, ist einfach die Verringerung der optischen Leistung, die durch die Übertragung durch ein Medium wie ein Paar von Glasfaser-Steckern hervorgerufen wird. Rückflussdämpfung ist die Menge an Licht, die von einer einzelnen Diskontinuität in einer optischen Faserverbindung wie einem Steckerpaar reflektiert wird. Rückflussdämpfung wird auch Reflexion genannt. Für eine perfekte Übertragung sollten die optische Dämpfung und die reflektierte Leistung Null sein.

Die Gleichungen für optische Dämpfung, Rückflussdämpfung und Reflexion sind wie folgt:

Optische Dämpfung = 10 * log (Eingangsleistung / Ausgangsleistung) in + dB
Rückflussdämpfung = 10 * log (einfallende Leistung / reflektierte Leistung) in + dB
Reflexion = 10 * log (reflektierte Leistung / einfallende Leistung) in – dB

Rückflussdämpfung und Reflexion werden beide verwendet, um eine Rückreflexion an einem Steckerpaar zu beschreiben. Allerdings hat eine ein negatives dB-Zeichen und eine ein positives dB-Zeichen. Vielleicht hat die Reflexion ihren Ursprung in der elektrischen Welt, wo Rückflussdämpfung mit einem negativen Vorzeichen eher als Reflexionskoeffizient bezeichnet wird.

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Im letzten Mai dieses Jahres wurde ein technischer Bericht (IEC/TR 61282-15) zum Testen einer MPO-terminierten Glasfaserverkabelung veröffentlicht. In jüngerer Zeit hat das Unterkomitee innerhalb von TIA (TR42.11) beschlossen, den technischen Bericht in einem strukturierten Verkabelungsstandard zu referenzieren, der Aktualisierungen unterzogen wird (TIA 568.3-D). Es gab zwar eine Einigung über den technischen Bericht, aber es wurde ein Fehler festgestellt, der eine schnelle Überprüfung erfordert – Rückflussdämpfung.

In IEC/TR 61282-15 der Absatz über optische Rückflussdämpfung und Reflexionswerte: „Alle Single-Mode-MPO-Stecker haben jedoch APC-Endflächen, die typischerweise niedrige Rückflussdämpfung haben (z. B. > 50 dB).“ Und „Multimode-MPO-Stecker, die Endflächen mit physischem Kontakt (PC) haben, weisen typischerweise eine hohe Rückflussdämpfung (z. B. 20 dB) auf.“

Der Streitpunkt war, dass eine Rückflussdämpfung von > 50dB als ein hoher Wert und nicht als ein niedriger Wert betrachtet werden sollte. Und ebenfalls sollte eine Rückflussdämpfung von 20 dB als eine niedrige Rückflussdämpfung und nicht als eine hohe Rückflussdämpfung erachtet werden. Die Verwirrung kann entstehen, weil wir dazu neigen, zu meinen, dass eine Rückflussdämpfung von 20 dB oder eine Reflexion von -20 dB einen großen Prozentsatz der reflektierten Leistung darstellt und somit verwenden wir in diesem Fall das Wort hoch. Das ist technisch inkorrekt und die Steckerhersteller würden das schnell aufzeigen.

Was die Sache verkompliziert, ist, dass die Reflexion, ein negativer Wert (z. B. -20 dB), eine andere Sprache verwendet. Beispielsweise wird -20 dB als hohe Reflexion angesehen und -50 gilt als niedrige Reflexion. Rückflussdämpfung und Reflexion sind dasselbe, außer dass die Vorzeichen unterschiedlich sind. Ein positiver Wert wird normalerweise verwendet, um die Rückflussdämpfung einer Verbindung (zwei gepaarte Stecker) zu definieren. Ein negativer Wert wird verwendet, um die Reflexion einer Verbindung zu definieren. OTDRs verwenden typischerweise einen negativen Wert für die Verbindungsreflexion.

Beispielsweise kann eine offene Steckerendfläche eine Reflexion von -14 dB oder Rückflussdämpfung von +14 dB haben. Wenn es viel reflektierte Leistung gibt, sagen wir mal 4 % Reflexion von einem offenen Stecker, wäre die Berechnung für die Reflexion [10 * log (0,04)] und abhängig von der Anordnung des Verhältnisses, das die 4 % (z. B. 0,04) Reflexion verursacht, wäre die berechnete Rückflussdämpfung +14 dB Rückflussdämpfung oder -14 dB Reflexion.

Bezüglich der Verbindungen in einer  Faseroptikverkabelung muss man sich nur daran erinnern, dass eine niedrige Einfügedämpfung am besten ist. Eine Rückflussdämpfung von 50 dB ist besser als eine Rückflussdämpfung von 20 dB und eine Reflektanz von -50 dB ist besser als eine Reflektanz von -20 dB. Wenn Sie gute Leistung wünschen, wählen Sie Stecker mit 50 dB- oder -50 dB-Werten, die eine Einfügedämpfung haben, die so weit wie möglich 0 dB entspricht.


 
 
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