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MPTL: Neues Prüfverfahren für die heutige Converged-Infrastruktur

Mark Mullins

Mit dem Internet der Dinge (IoT) und der Entwicklung der Sensorik werden immer mehr Geräte IP-fähig und mit der horizontalen Kupferverkabelungsinfrastruktur verbunden. Die meisten dieser Geräte wie LED-Leuchten, Sicherheitskameras, Gebäudeautomationssteuerung und Wi-Fi-Zugriffspunkte enthalten einen integrierten RJ45-Anschluss für die Anbindung an das Netzwerk.

Bild verwendet mit Erlaubnis von Cree, IncEs kann vorkommen, dass ein typischer Kanal mit vier Verbindern beim Anschließen dieser Gerätetypen nicht verwendet wird – insbesondere diejenigen, die sich in der Decke befinden, wo es nicht praktisch ist, eine Frontplatte zu installieren. Stattdessen befindet sich nur ein Patch-Kabel im Telekommunikations-Raum und die permanente Verbindung wird am anderen Ende mit einem Stecker abgeschlossen, so dass es direkt in das Gerät eingesteckt werden kann, wodurch im Wesentlichen das Gerätekabel entfällt. Dadurch entsteht, was heute als Modular Plug Terminated Link oder MPTL bezeichnet wird, und da diese Anwendung gewöhnlicher wird und bald in Industriestandards auftauchen wird, ist es ratsam, sich heute zu informieren, wie es getestet wird.

Versiv-Kit-Konfigurator

Wie werden Sie Versiv nutzen?

Etwas Vorgeschichte

Einige der Vorteile der Verwendung eines Stecker-Links sind verbesserte Sicherheit und Ästhetik durch Vermeidung von exponierten Patchkabeln, die versehentlich oder absichtlich getrennt werden können (z. B. bei einer Sicherheits-Kamera) und die Fähigkeit, sich an die Code-Anforderung zu halten, nur Produkte in Plenum-Qualität in Hohlräumen zur Luftzirkulation zu verwenden (nicht alle Patchkabel sind Plenum-Qualität).

Die Verwendung eines Links, der in einem Stecker endet und das Netzkabel eliminiert, wurde zuerst im elektronischen Sicherheits-Standard BICSI  005 erwähnt und erscheint erneut in den BICSI 033 Informations-und Kommunikationstechnologie-Design- und Implementierungs-Praktiken für intelligente Gebäude und Anlagen, vorgesehen für die Veröffentlichung im Laufe dieses Jahres. Die Gebäudeautomatisierungsnorm TIA-862 erkennt ebenfalls die Notwendigkeit, ein Gerätekabel zu beseitigen, wenn es als nicht durchführbar oder unsicher betrachtet wird und erlaubt speziell die Verwendung eines Links, der in einem Stecker endet. Diese Anwendung wurde ursprünglich als „Direktverbindung“ bezeichnet, aber aufgrund von Verwechslungen mit Direkt-Verbindungen, die in Switch-to-Server-Anwendungen für Rechenzentren verwendet werden, hat sich die Terminologie weiterentwickelt.

Obwohl die Industriestandards die Anwendung anerkannt haben, gab es bislang keine spezifischen Anforderungen für eine von der TIA festgelegte Plug-in-Verbindung. Daher wurden diese Verbindungen, wie von BICSI empfohlen, ursprünglich mittels eines Tests für modifizierte permanente Verbindung mit einem Steckverbinder getestet. Dies erfolgte durch Anbringen der Haupt-Testeinheit am Patchpanel mit einem permanenten Link-Adapter, Befestigung der entfernten Einheit am entfernten Ende mit einem Kanal-Adapter und Wahl der „Mod 1-Conn Perm. Link“-Anwendung auf dem Tester. Das Problem mit der Verwendung eines Kanal-Adapters am entfernten Ende ist, dass die Verbindung am entfernten Ende von der Prüfung ausgeschlossen wurde.

Eine neue und bessere Methode

Befestigen Sie das Hauptgerät am Patchpanel mit Permanent Link Adapter und die entfernte Einheit am entfernten Ende mit Channel Adapter

Mit der Verbreitung von feldkonfektionierten Steckern und dem Potenzial für eine mangelhafte Steckerkonfektionierung haben Normungsgremien die Notwendigkeit für ein Prüfverfahren erkannt, das die endgültige Steckerverbindung am fernen Ende einbezieht. Der aktuelle Entwurf des ANSI-TIA 568.2-Standards enthält die MPTL-Konfiguration.

Um die Leistung der gesamten Verbindung zu überprüfen, einschließlich des Steckers am entfernten Ende, verwendet der MPTL-Test einen permanenten Link-Adapter, wie z. B. den DSX-PLA004 oder DSX-PLA804 von Fluke Networks, an der Haupteinheit und einen Patchadapter, wie z. B. den DSX-PC6A, DSX-PC6 oder DSX-PC5e von Fluke Networks (abhängig davon, ob nach Cat 6a, 6 oder 5e geprüft wird) an der entfernten Einheit am entfernten Ende.

Die gute Nachricht ist, dass die neuen MPTL-Testgrenzen bereits in Version 5,1 Build 4 Veröffentlichung (Mai 2017) der DSX CableAnalyzer™-Serie enthalten sind. Wählen Sie im Bildschirm „Test-Setup“ einfach „Test Limit“ und dann „Mehr“. Wählen Sie dann TIA unter Limit Groups und wählen Sie die gewünschte Begrenzung aus — TIA Cat 6a MTPL, TIA Cat 6 MPTL oder TIA CAT 5e MPTL. Und das war's auch schon!


 
 
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