Fehlersuche in LANs

Lokale Netzwerke (LAN) sind heute integraler Bestandteil vieler Geschäftsbetriebe. Das am häufigsten eingesetzte LAN verwendet Ethernet, ein Datenverbindungsebene-Protokoll und das Internet-Protocol (IP), ein Netzwerkebene-Protokoll.

Ein LAN besteht aus vielen Elementen: Drucker, Monitore, PCs, IP-Telefone, Server, Massenspeicher-Hardware, Netzwerkgeräte, Sicherheits-Software, Netzwerkapplikationen, Unternehmensanwendungen, Büroproduktivitätsanwendungen und weiteres. Geräte im Netzwerk werden physikalisch durch verdrillte Kupferdrahtpaare, Glasfaser oder drahtlose Zugangspunkte miteinander verbunden.

Die Fehlersuche im LAN ist generell eine Aufgabe für das Netzwerksupportpersonal in der Praxis - Ingenieure und Techniker. Häufige Probleme umfassen Benutzeranschlussprobleme und langsame Netzwerke.

Grundursachen bei LAN-Problemen entstehen meistens aufgrund einer dieser drei Gründe:

1. Physikalische Schicht Kupferdraht, Lichtwellenleiter oder drahtlos

Mögliche Ursachen:

  • Beschädigtes oder verschmutztes Kabel oder Abschlüsse
  • Übermäßige Signaldämpfung
  • Unzulängliche Kabelbandbreite
  • Drahtlose Schnittstelle

2. Netzwerkschicht: Ethernet und IP

Mögliche Ursachen:

  • Beschädigte Netzwerkanschlussgeräte
  • Falsche oder suboptimale Gerätekonfigurationen
  • Authentisierungs- und Zuordnungsprobleme
  • Unzulängliche Netzwerkbandbreite

3. Switches und VLANs

Mögliche Ursachen:

  • Übermäßige Netzwerkbelastung
  • Zu viele Störungen
  • Falsch zugewiesene VLAN-Mitgliedschaft
  • Verkehrsprioritäts(CoS/QoS)-Probleme

Beste Verfahren für eine erfolgreiche LAN-Fehlersuche umfassen:

1. Identifizieren Sie den Fehler oder das Problem gründlichst: Lassen Sie die Person, die den Fehler oder das Problem gemeldet hat, erklären, wie der Normalbetrieb funktioniert und anschließend demonstrieren, wie sich das erkannte Problem zeigt.

2. Reproduzieren Sie das Problem nach Möglichkeit: Fragen Sie sich, ob Sie die Symptome verstehen, und überprüfen Sie das gemeldete Problem selbst, wenn irgendwie möglich.

3. Lokalisieren und isolieren Sie die Ursache: Versuchen Sie das Problem einem Einzelgerät, Anschluss oder einer Software-Anwendung zuzuordnen.

4. Formulieren Sie einen Plan zum Lösen des Problems: Erforschen Sie bzw. betrachten Sie die möglichen Lösungen des Problems. Bedenken Sie die Möglichkeit, dass einige der potentiellen Problemlösungen andere Probleme verursachen könnten.

5. Setzen Sie den Plan um: Ihre tatsächliche Problemlösung kann in dem Ersatz von Hardware, der Implementierung eines Software-Patches, der Neuinstallation einer Anwendung/Komponente oder dem Säubern einer von einem Virus infizierten Datei bestehen. Ist das Problem das Benutzerkonto, so müssen evtl. die Sicherheitseinstellungen des Benutzers oder das Anmelde-Script angepasst werden.

6. Testen Sie ob das Problem gelöst wurde zwecks Bestätigung: Stellen Sie nach der Implementierung der Lösung sicher, dass das Problem vollständig behoben wurde, indem Sie den Benutzer bitten, das Problem erneut auszulösen.

7. Dokumentieren Sie das Problem und die Lösung: Diese Unterlagen können als zukünftige Referenz verwendet werden zur Unterstützung bei der Fehlersuche von gleichartigen oder ähnlichen Probleme. Sie können die Unterlagen ebenfalls nutzen, um Berichte über gängige Netzwerkprobleme für Management/Benutzer vorzubereiten, oder um neue Netzwerkbenutzer/Teammitglieder des Netzwerk-Supports auszubilden.

8. Rückmeldung an den Benutzer: Dies ermuntert Benutzer bei zukünftigen Ereignissen über verwandte Situationen zu berichten, wodurch die Leistung Ihres Netzwerks optimiert wird. Rückmeldung kann die Anzahl zukünftiger Netzwerkprobleme reduzieren und erlauben dem Benutzer proaktiv die Maßnahmen zur Behebung oder Vermeidung von Problemen zu implementieren.

Wertigkeit von LAN-Fehlersuche Tools und LAN-Schulung
Eine entsprechende Schulung der Netzwerk-Supportmitarbeiter in der Praxis, die fachgerechten Tools und ein solides Störungssuchverfahren führt zu einer schnelleren Lösung bei LAN-Problemen - daraus ergeben sich Personalzeiteinsparung, schnellerer Abschluss des Trouble-Tickets, Herabsetzung der Ausfallzeit und höhere Produktivität der Netzwerkbenutzer.

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