NBASE-TTM 2.5G/5GBASE-T-Support für bestehende Kabelanlage | Fluke Networks

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Wird meine vorhandene Kabelanlage 2.5/5GBASE-T unterstützen?

Mark Mullins

IEEE 802.3bz wird angetrieben von der NBASE-T-Alliance und ist kompatibel mit der NBASE-T-Spezifikation und definiert 2,5 Gbit/s über 100 m Kategorie 5e-Kabel oder 5 Gbit/s über 100 m Kategorie 6-Kabel. Darin eingeschlossen ist Support für 5 Gbit/s über Kategorie 5e in Fällen mit definierter Anwendung (erweiterte Frequenzen).

2.5/5GBASE-T wurde hauptsächlich zur Unterstützung von 802.11ac Wi-Fi-Geräten über die installierte Basis von Kategorie 5e und 6 eingeführt, und jetzt, da aktive Geräte auf dem Markt verfügbar sind, wollen viele Unternehmen diese Technologie einführen und Nutzen aus den Vorteilen ziehen, die sich aus einem schnelleren Wi-Fi ohne Aufrüsten der Verkabelung ergeben.

Aber nicht alle Kabelanlagen sind gleich, und Umlegungen, Hinzufügungen und Änderungen im Laufe der Jahre können physische Schäden verursachen, was die Leistung beeinträchtigen kann. Es wäre klug zu wissen, ob die vorhandene Kabelanlage 2.5/5GBASE-T unterstützen wird, bevor man in die Geräte investiert.

Das Warum und das Wie

Etwa 80 % der installierten Basis der Kabelinfrastrukturen in Unternehmens-LANs besteht aus Kategorie 5e, die mit 100 MHz arbeitet, oder Kategorie 6-Kabel, die mit 250 MHz arbeitet. Beide sind gewöhnlich in der Lage, bis zu 1000 Mbit/s zu unterstützen. Für die meisten Unternehmenskunden bietet dies eine Menge Bandbreite für Büroanwendungen.

Als 802.11ac-Wi-Fi in der ersten Phase (Wave 1) eingeführt wurde, erforderte es Gigabit-Verbindungen. Dies bedeutete, dass standardbasierte Kategorie 6- und Kategorie 5e-Kabelinfrastrukturen diese Geräte unterstützen konnten. Aber um mehr drahtlose Geräte und Anwendungen wie Video-Streaming über Wi-Fi unterstützen zu können, waren Geschwindigkeiten über Gigabit-Ethernet erforderlich. Also kam die zweite Phase von 802.11ac (Wave 2) und verdoppelte die Geschwindigkeit.

Der 802.3bz-Standard, der die Lebenszeit der Kabel der Kategorie 5e und 6 durch Ermöglichen der Unterstützung für Wave 2 802.11ac Wi-Fi verlängert hat, basiert auf 10GBASE-T, reduziert jedoch die Signalgeschwindigkeit um die Hälfte (für 5GBASE-T) und auf ein Viertel (für 2.5GBASE-T), damit sie innerhalb der Frequenzen für Kategorie 6- und Kategorie 5e-Verkabelung fallen. Er bietet auch Unterstützung für PoE, einschließlich PoE plus (Typ 2) und das kommende vierpaarige Typ 3-PoE, um die Wi-Fi-Zugriffspunkte zu versorgen.

Risikobewertung

Obwohl Fremdnebensprechen ein Begrenzungsfaktor in 2.5GBASE-T- und 5GBASE-T-Anwendungen ist, enthalten Kategorie 5e- und Kategorie 6-Kabel keine Spezifikationen für Fremdnebensprechen. Daher wurden TIA TSB-5021 und ISO/IEC TR 11801-9904 Leistungsspezifikationen eingeführt, die sich mit der Bewertung bestehender Kategorie 5e- und 6-Kabel zur Unterstützung dieser Anwendungen befassen. Diese Dokumente bezeichnen erweiterte Frequenz für Kategorie 5e-Leistung oberhalb 100 MHz (zur Unterstützung von 5GBASE-T) und enthalten Qualifikations-Spezifikationen, einschließlich interner Kabelparameter (Einfügedämpfung, Rückflussdämpfung, Nahnebensprechen usw.) und Fremdnebensprechen.

ALSNR Risikomessung von NBASE-T Alliance

Fremdnebensprechenleistung für Unterstützung von 2.5/5GBASE-T-Anwendungen wird mittels einer Formel namens ALSNR bestimmt, Alien Limited Signal to Noise Ratio. ALSNR kombiniert Berechnungen für Einfügedämpfung, Fremdnahnebensprechen (NEXT) und Fremdfernnebensprechen (FEXT).

Es ist wohlbekannt, dass längere, festere Kabelbündel mehr Fremdnebensprechen zeigen und eine Bewertung kann durchgeführt werden, um die gefährdeten Kanäle zu bestimmen. Diese Bewertung kann durch die Überprüfung der Verkabelungsdokumentation, von früheren Testergebnissen und von Sichtprüfungen erfolgen.

Diese Tabelle von der NBASE-T Alliance ist eine gute Anleitung zur Bestimmung von Risiko – je länger die Strecke der gebündelten Kabel, desto höher ist das ALSNR-Risiko. Und hier ist gute Dokumentation von Nutzen – Testergebnisse aus den Zeiten, als die Kabelanlage bereitgestellt wurde, können nach Länge sortiert werden, um festzustellen, welche Links verletzlich sind. Mit Sichtprüfung finden Sie heraus, ob diese Links zu fest gebündelt sind.

Korrektur kann helfen, nur durch Testen kann man wissen

Während die meisten Unternehmenskunden mit früher zertifizierten Kabelanlagen wahrscheinlich kaum Probleme mit der Unterstützung von 2,5 und 5GBASE-T haben werden, ist das Testen die einzige Methode, sicher zu wissen, ob die Links ordnungsgemäß arbeiten werden. Glücklicherweise enthält die DSX-Serie von Fluke Networks-Testern eine Option für 2,5- und 5GBASE-T-Testen – und das kann in weniger als 10 Sekunden erledigt werden.

Und wenn die vorhandene Kategorie 5e- oder Kategorie 6-Kabelanlage lange Strecken von festen Bündeln enthält, die ein Bestehen von ALSNR zum Unterstützen von 2.5/5GBASE-T verhindern, können Sie einige Korrekturmaßnahmen ergreifen. Entbündeln Sie Kabel, insbesondere Patchkabel, da ein Störsignal am stärksten in der Nähe des Senders ist. Eine weitere Option ist, zu versuchen, Patchkabel der Kategorie 5e oder 6 durch Kategorie 6A oder geschirmte Komponenten zu ersetzen. Sie können auch 2.5/5GBASE-T-Anwendungen auf kürzere Kanäle begrenzen (unter 50 m) oder nicht nebeneinander liegende Patchpanel-Anschlüsse für Ihre 2.5/5GBASE-T-Anwendungen auswählen.

Und wenn Bedarf an Korrekturmaßnahmen besteht, vergessen Sie nicht, danach wieder mit dem DSX-Tester zu prüfen, um die Unterstützung zu bestätigen.


 
 
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